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In der Fastenzeit stellen viele Kirchen in Aachen-Land Fastentücher aus

„Sein Gesicht zeigen“ unter diesem Titel steht die Fastentuchinstallation von Marianne Reiners-Maaz in St. Mariä Heimsuchung Kohlscheid.

Vollbild

 
 

 

Aus der KirchenZeitung,m Ausgabe 08/2016

Den Blick neu auf Gott ausrichten

Ausstellungen in mehreren Kirchen der Region setzen sich künstlerisch mit der Fastenzeit auseinander

Die ersten Hunger- oder Fastentücher gab es bereits um das Jahr 1000 herum. Mehrere Quadratmeter große, damals noch sehr schlichte Tücher, die den Altarraum verdeckten. „Fasten der Augen“ – als eine Art Buße blieb während der Fastenzeit das heilige Geschehen am Altar verborgen.

Nichts verbergen sondern anregen, den Blick neu auszurichten auf Gott, wollen in den Tagen bis Ostern mehrere Ausstellungen und Installationen in einigen Kirchen der Region. Also: Fasten mit den Augen. Sich auf das genaue Hinschauen einlassen, die biblische Botschaft der Fastenzeit optisch aufnehmen. In einem Gesicht sind die Augen zentral, selbst wenn sie geschlossen sind wie die Augen Jesu in den vom Turiner Grabtuch inspirierten 35 Christusgesichtern. Das Werk von Marianne Reiners-Maaz ist in der Kirche St. Mariä Heimsuchung in Kohlscheid zu sehen. Das gleiche Gesicht und doch nie identisch. „Sein Gesicht zeigen“ ist die Installation doppeldeutig überschrieben.

 

Mit Jesus vertrauter werden

„Sein Gesicht“, erläutert die Viersener Künstlerin, das sei das Gesicht Jesu, aber „damit kann auch jeder sein eigenes Gesicht meinen, das es zu erkennen und dann offen und angstfrei nach außen zu tragen und zu zeigen gilt.“ Oder wie Pfarrer Rainer Thoma es beschreibt: „Er schaut uns an, wir schauen ihn an.“ So würden wir mit Jesus vertrauter. Die Besucher der Eröffnung können sich den Gesichtern jedenfalls überwiegend nicht entziehen. Was sie darin sehen, ist unterschiedlich. „Geborgenheit“ beschreibt Michael Offermann die Wirkung, die die Gesichter auf ihn haben. Man müsse sie auf sich wirken lassen. Auf jeden Fall geben sie der ansonsten weißen Wand hinter dem Altar für 40 Tage ein neues Gesicht.

„Auf Tuchfühlung“ – unter diesem Titel sind in St. Marien Eschweiler-Röthgen alle Misereor-Hungertücher seit 1976 ausgestellt, 19 als verkleinerte Drucke und das aktuelle Tuch hinter dem Altar. Für viele Besucher ist es eine Reise in die Vergangenheit. „Einige habe ich sofort wieder erkannt, ich bin Messdienerin“, sagt Miriam Schyns. Der 18-Jährigen haben es besonders die farbenfrohen Tücher angetan. Jedoch regten sie alle zum Nachdenken an. Ihr Vater ergänzt: „Es ist schön, dass die Tücher auch politisch sind. Helfen alleine nützt nicht, wenn die Ursachen der Probleme in der Welt nicht verändert werden.“ Claudia Kolletzki von Misereor hat in die Ausstellung eingeführt und kommt danach mit vielen Besuchern ins Gespräch. „Kunst bietet einen anderen Zugang zu den Themen, die wir mit unserer Fastenaktion ansprechen. Die Hungertücher bringen Menschen in den Gemeinden in den Dialog“, beschreibt sie ihre Erfahrungen.

 

Hinter dem Kreuz scheint österliches Licht

Mit dem, was am Ende der Fastenzeit steht, mit dem Leiden Christi und der Auferstehung, setzt sich die Kreuzdarstellung von Franz Kruse auseinander. Sie begleitet die Gläubigen in St. Peter und Paul Eschweiler-Stadtmitte durch die Fastenzeit. Hinter dem Kreuz scheint bereits das Licht des Ostermorgens auf. Christus besiegt die Dunkelheit, lenkt unseren Blick weg vom Tod hin zum ewigen Leben. Die Kreuzinstallation von Franz Kruse ist noch bis zum 11. April in St. Peter und Paul Eschweiler zu sehen, das Fastentuch von Marianne Reiners-Maaz in St. Mariä Heimsuchung Kohlscheid bis Ostern und die Hungertuch-Ausstellung in St. Marien Röthgen bis Palmsonntag, 20. März.


Von Andrea Thomas

Veröffentlicht am 17.02.2016

 
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